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Sem. 040
28. Langenloiser Staudentage
23. - 24. Jänner 2019

Bitte beachte, die Staudentage sind Mittwoch und Donnerstag!

„Geschmack ist die Kunst, sich auf Kleinigkeiten zu verstehen.“
(Jean-Jacques Rousseau)

...ein Sprichwort, das ganz gut zum diesjährigen Programm der Staudentage passt. Wie so oft kommt es auch bei der Gestaltung eines Gartens auf die Details an. Dabei sind neben spannenden Linienführungen im Grundriss, liebevoll gepflasterter Wege oder akribisch genau gelegter Natursteinmauern vor allem abwechslungsreiche, kontraststarke und mit Highlights versehene Bepflanzung das Wichtigste im Gärtnerleben. Um gut für die Zukunft gerüstet zu sein, dürfen wir auch dieses Jahr wieder vielen interessanten Beiträgen zuhören und uns auf spannende Gespräche und Diskussionen freuen.
Denn wir wissen: Ohne einer harmonisch wirkenden Bepflanzung
ist jeder Garten nur die Hälfte wert.

Verantwortlicher für Programm und Moderation:
Stefan Kastenhofer
Dobratal 28
3352 St. Peter/Au, www.bognerhof-garten.at

Seminartermin:
Mittwoch,     23. Jänner 2019       9 - 17 Uhr
Donnerstag, 24. Jänner 2019       9 - 17 Uhr

Seminarbeitrag:
BAV-Mitglied: € 120,-- (€ 136,-- inkl. Mittagessen) (Mitgliederorganisationen)
Nichtmitglied: € 145,-- (€ 161,-- inkl. Mittagessen)

Stornierung der Teilnahme:
Bis spätestens 3 Tage vor Seminarbegin werden 50 %, bei Nichtteilnahme (ohne Nennung eines Ersatzteilnehmers) wird der volle Seminarbetrag in Rechnung gestellt. 

Detailprogramm:

Mittwoch, 23. Jänner 2019

9.15 bis 9.30 Uhr: Stefan Kastenhofer, Bognerhof Gärtnerei, St. Peter/Au
Begrüßung und Einleitung

9.30 bis 10.45 Uhr: Michael Münch, Botanischer Garten, Uni Wien
Klein- und grünblütige, zurückhaltende Schönheiten der Staudenwelt
Vor lauter buntem Farbenrausch in den Pflanzungen werden die vielen grün- und kleinblütigen Stauden gar nicht mehr beachtet. Obwohl diese bei genauerem Hinsehen wesentlich schöner und interessanter sind als manch großblütige bunte Verwandte.

Michael Münch, gelernter Staudengärtner, arbeitete in mehreren Staudengärtnereien im In- und Ausland und ist derzeit im Botanischen Garten Wien tätig.

11.15 bis 12.30 Uhr: Bettina Jaugstetter, Planungsbüro für Landschaftsarchitektur, Weinheim (D)
Mischpflanzungen als Imagefaktor im Industriepark, Planung, Pflanzung, Pflege
Die Freiflächen eines Industrieareals sind als Faktor in der Immobilienbewertung zunehmend von Bedeutung. Unterhalt und Pflege sollen effizient und wirtschaftlich kalkulierbar sein. Ästhetische Ansprüche und ökologische Funktionen müssen mindestens so erfüllt werden wie ein reibungsloser, sicherer Bauablauf. 
Am Beispiel eines modularen Freiflächenkonzeptes und seiner schrittweisen Umsetzung vom Wettbewerb, der Ausführung und der Begleitung des Pflegeteams werden Projekte aus der Praxis vorgestellt.

Dipl.-Ing. Bettina Jaugstetter, Gärtnerlehre und Revierleitung im Botanischen Garten Erlangen, Studium der Landschaftsarchitektur an der TU-München Weihenstephan, seit 2000 selbstständig mit eigenem Planungsbüro in der Landschaftsarchitektur, Objektplanung in allen Leistungsphasen Vegetationskonzepte Pflanzplanung, seit 2007 Lehrauftrag an der Hochschule Geisenheim University im Fach Pflanzenverwendung, Veröffentlichungen von Fachartikeln in Gartenpraxis, Dega, Forum Verlag, Gartendesign, Fachvorträge, Workshops in Deutschland, Chile und Australien, viele eindrucksvolle Exkursionen an Naturstandorte mit meinem Mann, Cassian Schmidt.

12.30 bis 12.45 Uhr: Stefan Kastenhofer, Bognerhof Gärtnerei, St.Peter/Au
Wenn ich mir was wünschen dürfte ...
Oft heißt es: „Das Leben sei kein Wunschkonzert!“ Aber genau unsere Träume, Wünsche und Visionen bringen die Menschheit einen Schritt nach vorne.
In dieser moderierten Diskussion wollen wir in aller Kürze notieren, was wir uns in Zukunft von unseren Kunden, egal ob öffentlich oder privat, erwarten. 
Ziel ist es, einige Schlagwörter zu definieren, die eine gezielte Information und Weiterbildung unserer Kunden ins Rollen bringen können.

14.00 bis 15.15 Uhr: Nigel Dunnett, University of Sheffield (UK)
Dieses Referat wird in Englisch gehalten!
Artful Ecology and Future Nature: Creating Resilient Low-Input, High-Impact Landscapes 
There are three huge environmental challenges that are increasingly becoming reality around the world: climate-change; rapid urbanisation; and catastrophic loss of biodiversity. All three are inter-connected and are magnified in cities, mainly because of the reduction or complete elimination of soils, vegetation and nature from city environments.
It is only possible to meet this challenge by putting as much nature, soil and vegetation back into cities as is possible. Due to the lack of space it’s essential to be innovative, radical, and revolutionary: we have to also consider the rooftops, walls, sidewalks, podiums, roads, parking-lots etc. as prime opportunities for putting back nature.
Since this transformation has to happen on a big scale it has to be more than just functional: it has to look amazing! And it must be simple to maintain. In this workshop we will consider the range of opportunities for an Artful Ecology; discuss the main elements of a ‘low-input, high-impact’ approach to planting design; and look at several projects in where I have brought these ideas to life. 

Nigel Dunnett is Professor of Planting Design and Urban Horticulture and is one of the world’s leading voices on innovative approaches to planting design. He is a plantsman, designer and pioneer of the new ecological approach. His work revolves around the integration of ecology and horticulture to achieve low-input but high-impact landscapes. Nigel has authored key books on planting design, water-sensitive design, and urban rainwater management. Projects include: The Queen Elizabeth London Olympic Park, The Barbican Centre, London, Sheffield Grey to Green and many more. Nigel is a gold medal-winner at the RHS Chelsea Flower Show.

15.45 bis 17.00 Uhr: Cassian Schmidt, Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, Weinheim (D)
Inspiration Hochstaudenflur - Üppige Pflanzenbilder für wuchskräftige Standorte
Die von üppigen und robusten Stauden dominierten Hochstaudenfluren Mitteleuropas und Ostasiens können eine gute Inspirationsquelle für Pflanzungen jenseits von Steppen- oder Präriemotiven sein. Die Potenziale für interessante Pflanzenkombinationen sind gestalterisch noch längst nicht ausgeschöpft. Hochwüchsige Stauden bieten auf kräftigen, nährstoffreichen Böden aber auch wesentliche Pflegevorteile.

Cassian Schmidt ist Landschaftsarchitekt, Staudengärtnermeister, Professor für Pflanzenverwendung an der Hochschule Geisenheim University und leitet seit 1998 den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises Pflanzenverwendung und Mitglied im Arbeitskreis Staudensichtung des BdS.

Abends ab 18.00 Uhr: traditionelles Zusammensitzen und Fachsimpeln beim
Heurigen Winzerfamilie Steiner Mühlgasse 8, 3550 Langenlois

Donnerstag, 24. Jänner 2019

9.15 bis 10.30 Uhr: Norbert Griebl, Maschinenring, Stainz
Gartenstauden am Naturstandort in den Alpen in und um Österreich
Der Vortrag stellt Wildstauden am natürlichen Standort von der Perchtoldsdorfer Heide bis zur Südtiroler Seiser Alm vor und zeigt die Pflanzen am heimatlichen Standort. Begleitarten werden vorgestellt, um eine Anregung für die richtige Standortwahl in der Gartengestaltung zu liefern.

Norbert Griebl, Gärtnermeister, Autor von 9 Büchern (Haupt-Verlag, Kosmos-Verlag, Stocker-Verlag, Freya-Verlag), Gewinner des deutschen Gartenbuchpreises 2017 und 2018

11.00 bis 11.30 Uhr: Stefan Kastenhofer, Bognerhof Gärtnerei, St. Peter/Au
Fokus Stauden - Neuigkeiten, Trends und Altbewährtes

11.30 bis 12.45 Uhr: Philipp Liepelt, KuBuS freiraumplanung, Berlin
Verwendung von Zwiebel- und Knollenpflanzen auf dünnschichtigen Dachbegrünungen
Die Dachbegrünung kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Heute sind für den Anwender verschiedene gut funktionierende Systeme für dünnschichtige Dachbegrünungen verfügbar. Die Pflanzenbilder dieser extensiven Begrünungen sind jedoch meist von einfachen Sedum- und Moos-Arten geprägt. Der Vortrag widmet sich den Möglichkeiten und Grenzen einer ästhetischen und ökologischen Aufwertung dieser Flächen durch die Verwendung von Geophyten.

Philipp Liepelt, Dipl.-Ing. der Landschaftsarchitektur, Autor für Fachartikel, Mitglied der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung.

14.00 bis 15.15 Uhr: Peter Berg, Gartendesign, Sinzig-Westum
Natur. Ästhetik. Design.
„Ohne Naturverständnis keine Schönheit“, sagt ein japanisches Sprichwort. In Anlehnung an sein neues Buch wird Peter Berg über die Regeln für gutes Design sprechen. Er wird auf die Bedeutung des Genius Loci und das Zusammenspiel von Naturstein und Pflanzen eingehen. Während Steine im Garten Beständigkeit ausstrahlen, bestimmen die Pflanzen und vor allem Stauden das veränderliche Bild einer Gartengestaltung. 

Peter Berg war schon immer begeistert von Natur und Grün. Trotzdem machte der Rheinländer ein paar Umwege auf seinem Lebensweg. Nach dem Vordiplom als Bauingenieur und paralleler Arbeit auf dem Bau, orientierte er sich neu. Im Jahr 1986 fand er seine Berufung im Garten- und Landschaftsbau. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Susanne Förster machte er sich im Jahr 2000 in Sinzig selbstständig. Heute arbeitet sein Unternehmen bundesweit und im benachbarten Ausland für Garten- und Designliebhaber. Seine Projekte bekommen in den Medien und der Gartenbranche viel Aufmerksamkeit. Seit mittlerweile 20 Jahren ist der Buchautor zudem als Referent und gefragter Sprecher für Unternehmen tätig.

15.15 bis 16.30 Uhr. Christian Meyer, Büro Christian Meyer, Berlin
Wenn „Wacher sein und tiefer träumen als Andere“ auch nicht weiter helfen – kritische Projektbetrachtung eines Pflanzplaners
Karl Foerster hatte für jede Situation Ratschläge und Gärtnerweisheiten parat. Er bezeichnete sich selbst bescheiden als Gärtner, nicht als Planer.
Das Büro Christian Meyer hat sich vor über 20 Jahre auf Pflanzplanung spezialisiert. Grünflächenämter, Fachkollegen, Stiftungen, Gartenschauen, private Eigenheimbesitzer: vielfältige Auftraggeber und Herausforderungen. Wenn ein paar Rehe tausende Tulpenzwiebeln über Winter verschwinden lassen, zu viel Gelb im Frühlingsgarten persönlich übel genommen wird oder der romantische Villengarten innerhalb einer Woche fertig gestellt werden soll, helfen Foerster’sche Weisheiten im Alltag einem versierten Team von Pflanzplanern auch nur bedingt weiter.

Christian Meyer, Dipl. Ing.
Landschaftsplanung, seit 1990 freischaffend tätig. Bekannt durch seine Bepflanzungsplanungen für Gartenschauen, Parks und Privatgärten.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit der Auswahl der Referenten wieder ein attraktives Programm bieten können und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Änderungen im Programm vorbehalten!