headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog

Schulfilm Gartenbauschule Langenlois
GartenbauFACHschule Langenlois auf facebook
English-Info Gartenbauschule

Sem. 041
6. Langenloiser Gehölztag
22. Jänner 2019

Das vergangene Gartenjahr zeigte wieder mal sehr eindringlich, was unsere Gehölze alles aushalten müssen: außerordentliche Trockenheit im Norden unseres Landes bis hin zu ganzjähriger Nässe und sintflutartigem Regen im Süden - im nächsten Jahr vielleicht alles umgekehrt. Käferplagen und Pilzkrankheiten mit dazu.
Genau diese Extreme werden uns, glaubt man den Klimaforschern, wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten begleiten. Eine stimmige Pflanzenauswahl, optimale Voraussetzungen des Bodens und Kreativität im Umgang mit der Wasserversorgung werden neben den ästhetischen Ansprüchen die Schlüsselfaktoren im Bereich der Gehölzverwendung sein.

Verantwortlicher für Programm und Moderation:
Stefan Kastenhofer, Dobratal 28
3352 St. Peter/Au
www.bognerhof-garten.at

Seminartermin:
Dienstag,     22. Jänner 2019       9 - 17 Uhr

Seminarbeitrag:
BAV-Mitglied:  € 115,-- (€ 123,-- inkl. Mittagessen) (Mitgliederorganisationen)
Nichtmitglied: € 138,-- (€ 146,-- inkl. Mittagessen)

Zielgruppe:
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Gartenbaubetrieben sowie aus GaLaBau-Unternehmen.

Stornierung der Teilnahme:
Bis spätestens 3 Tage vor Seminarbegin werden 50 %, bei Nichtteilnahme (ohne Nennung eines Ersatzteilnehmers) wird der volle Seminarbetrag in Rechnung gestellt. 

Detailprogramm

9.00 bis 10.10 Uhr: Hartmut Troll, SSG Baden-Württemberg (D)
Im Baumgarten der Denkmalpflege 
Gehölzverwendung und -erneuerung in historischen Gärten
Gehölze fungieren in der Gartenkunst als Schlüssel zum Verständnis historischer (Raum-)Konzepte und sind als sichtbarster Träger der Geschichtlichkeit ein besonderer Stoff in den Händen der Denkmalpflege. Bäume verbreiten in der ephemeren Gattung lange den Schein der Stabilität und Dauer. Grundsätzliche Fragen stellen sich, wenn dem hohen Alter eine Zukunft oder ein neuer Anfang gegeben werden soll, und heutzutage darüber hinaus, wenn der Bestand maßgeblicher konzept- und bildprägender Bäume durch Verschiebungen klimatischer Bedingungen in Bedrängnis gerät.

Prof. Dr. Hartmut Troll, Referent für historische Gärten, SSG Baden-Württemberg. Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien, mehrere Jahre freiberuflicher Planer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Neubrandenburg, Promotion an der Universität Kassel, Honorarprofessor

10.30 bis 11.40 Uhr: Koen Camelbeke, Arboretum Wespelaar, Haacht-Wespelaar (B)
Dieses Referat wird in Englisch gehalten!
Spectecular species and selections of Magnolia
Koen will first give an introduction on the Arboretum and its collections of woody plants. After this short introduction focus of the talk will be on the genus Magnolia. Only a few Magnolias are well known to the general public (e.g. Magnolia stellata, Magnolia liliiflora or M. x soulangeana), but there are many other and often more spectacular species and selections. In particular, several species that were brought to Europe from the Americas in the 18th century by dedicated plant hunters (Magnolia virginiana, Magnolia acuminata and the evergreen Magnolia grandiflora), or from Asia in the 19th century (Magnolia campbellii, Magnolia sprengeri, Magnolia wilsonii, Magnolia stellata, Magnolia kobus etc.).

Many of the hybrids are now in our collections such as the lovely Magnolia x loebneri ‘Leonard Messel’ with hardy, pinkish flowers. Some new, deep yellow flowering cultivars (e.g. Magnolia ‘Daphne’) were grown and selected at the Arboretum. Visitors of the Arboretum easily fall in love with the deep purple flowered Magnolia ‘Black Tulip’, the deliciously scented Magnolia sprengeri or many other cultivars at display in the Arboretum.
As of 2018, the Magnolia collection at Arboretum Wespelaar holds 343 specimens belonging to 264 different taxa!

Eine Vorstellung von wenig bekannten Arten und Sorten der Gattung Magnolia mit Rücksichtnahme auf das österreichische Klima!

‍Koen Camelbeke holds a PhD degree in biological sciences – botany from the Ghent University. Koen worked at the Botany Department of the Ghent University for 7 years before moving to Wespelaar in 2002 where he became director-curator of the Arboretum Wespelaar. ‍Koen has been instrumental in making the Arboretum Wespelaar a first class collection of hardy, woody ornamentals and in opening this private collection to the public. The Arboretum is specialized in the genera Acer, Magnolia, Rhododendron (species and F1 hybrids) and Stewartia.
Koen is active in the Belgian Dendrological Society and he is secretary of the Association of Botanical Gardens and Arboreta in Belgium. He is also responsible for the database “Remarkable Trees from Belgium”. Koen has written several botanical and horticultural articles on different topics such as Magnolia, Stewartia, Corylus, Hamamelidaceae, creating and maintaining a dendrological collection, etc.

11.40 bis 12.50 Uhr: Fritz Wassmann-Takigawa, Atelier für Ökologie und Gartenkultur, Siblingen (CH)
Gehölze auf Dachgärten - Auswahl, Gestaltung ganzjährig attraktiver Pflanzungen
Die dringenden Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, urbane Hitzeinseln, Lebensraumverlust und Artenschwund, Pestizide, Feinstaub etc. – verlangen eine rasche und konsequente Lösung. Könnten grüne Städte Teil der Lösung sein?
Die Eroberung der Gebäudehülle ist ein Thema mit vielen attraktiven Variationen. Fritz Wassmann zeigt Dachgartenparadiese - grüne Landschaften in luftiger Höhe und beleuchtet die Gehölze auf Ihre Eignung in verschiedenen Substrataufbauten. Die neue, von ihm mitentwickelte Liste des deutschen Bundesverbandes für GebäudeGrün dient dabei als Anhaltspunkt.

Fritz Wassmann-Takigawa, Ausbildung als Gärtner/Gartenbaufachmann, sowie als Lehrer, auch Permaculture designer bei Bill Mollison, Leitung zahlreicher fachübergreifender Lehrerkurse, Exkursionen, Studienreisen; Fachvorträge und Fachartikel, Gründer und Leiter des dreijährigen, berufsbegleitenden Lehrgangs „Gestalten mit Pflanzen“ an der Gartenbauschule Oeschberg (bis 2006), aktuelle Tätigkeit als freischaffender Gartenplaner, Ökologe, Berater, Fachautor, u.a. in der Optimierung der Vegetation auf dem EnergieGrünDach.

14.00 bis 15.10 Uhr: Thomas Amersberger, Künstleragentur Amersberger, Wien
Trockenheitsverträgliche Gehölze für die Zukunft
Durch den rasanten Klimawandel müssen wir besonders das Gehölzsortiment rasch anpassen, damit wir Arten auspflanzen, die auch noch in den kommenden Jahrzehnten überleben können. Seit 16 Jahren erprobt Thomas Amersberger verschiedene exotische Gehölze im Versuchsgarten am Neusiedler See auf Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit. Manche Neuzugänge zeigen sich dabei überraschend winterhart und zukunftstauglich.

Thomas Amersberger studierte Landschaftsökologie und Landschaftsgestaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien sowie Anglistik und Geographie in Wien und Madrid. 3 Jahre verbrachte er in London, wo er an der School of Audio Engineering mit Diplom abschloss. Der Gartenexperte arbeitet als Künstleragent in Wien und hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Artikel in Garten- und Fachmagazinen veröffentlicht. Seit seiner Kindheit sammelt er Pflanzen und gestaltete bereits im frühen Kindesalter eine naturnahe Ecke im Garten seiner Eltern wo sich erstmals seine Leidenschaft für seltene und exotische Pflanzen niederschlug. 2002 erwarb er ein Grundstück am Neusiedlersee wo er tausende verschiedene heimische und exotische Pflanzenarten auf über 4000m2 kultiviert, von denen viele erstmals in einen naturnahen Garten integriert wurden. Sein erstes Gartenbuch ist 2017 mit dem Titel „Die Vielfalt der Welt im eigenen Garten – Global Gardening“ im Echo Medien Verlag erschienen

15.30 bis 15.50 Uhr: Stefan Kastenhofer, Bognerhof Gärtnerei, St. Peter/Au
Fokus Gehölze - Neuigkeiten, Trends und Altbewährtes

15.50 bis 17.00 Uhr: Tomas Stoisser, Stadt Graz, Abteilung Grünraum und Gewässer
Das Stockholm System in Graz.
Erfahrungen mit einem innovativen Wurzelraum für vitale Bäume in der Stadt
Das „Stockholm-System“ schafft ideale Standorte für Bäume in der Stadt. In diesem Referat wird das System kurz erklärt und auf wesentliche Faktoren wie das Feinsubstrat aus Kohle eingegangen. Die umgesetzten Projekte in Graz werden vorgestellt. Welche Bauweisen und Varianten gibt es? Was wurde aus bisherigen Erfahrungen gelernt und welche Potenziale gilt es noch auszuschöpfen?

Tomas Stoisser, Abschluss Lap/Larch auf der Boku. Seit drei Jahren bei Mag. Graz. Begleitung  aller Stockholm Projekte in Graz inkl. Bauaufsicht.  Zusätzlich Verbreitung der Idee/ Vorträge bei OEGLA, Mag. Wien, Boku, und Exkursionen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit der Auswahl der Referenten, wieder ein attraktives Programm bieten können, und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Änderungen im Programm vorbehalten!